PRO Bayreuth

Das PRO für Bayreuth

Wir bringen Sachverstand statt Ideologie ins Rathaus. Als unabhängige Wählervereinigung entscheiden wir frei von Parteizwängen – immer mit dem Blick auf das, was unsere Stadt wirklich braucht. Praktisch, realistisch und offen für Ihre Anliegen.

Was uns antreibt

Von Bürgern für Bürger: Wir sind Unternehmer, Angestellte und Nachbarn, die Bayreuth aktiv mitgestalten wollen. Unser Ziel ist eine transparente Politik, die zuhört und dort anpackt, wo es im Alltag der Menschen zählt.



Wir sind bereit wenn Ihr es seid

Am 08.03.2026 ist Kommunalwahl in Bayreuth. Wir haben unser starkes Programm für euch (Stand 05.02.2026)!Unser Programm (Download PDF, 20Mb)

Unser Kurzprogramm

Starke punkte für ein bayreuth von morgen

Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt wollen Sicherheit im Alltag. Im Bereich der Innenstadt wird dies bisher mit Augenmerk auf den Schutz vor Gefahren von außen umgesetzt. Uns ist es eine Herzensangelegenheit, auch tiefer gehende Präventionsmaßnahmen durchzuführen.

Ein gesichertes Netzwerk von Ersthelfern und Möglichkeiten zur schnellen Versorgung entscheiden häufig über Leben und Tod. Wir fordern eine intensive Auseinandersetzung mit den bestehenden Regelungen und ein breites Angebot an geförderten Ausbildungen zum Ersthelfer. Veranstaltungen mit vielen Besuchern müssen mit grundlegenden medizinischen Geräten (z.B. Defibrillatoren, EPI-Pens) ausgestattet und für Rettungskräfte zugänglich sein.

Gemeinsam mit der ILS Bayreuth-Kulmbach werden wir das Defibrillator-Netzwerk ausbauen und Bayreuth mit erreichbaren öffentlichen Defibrillatoren ausstatten.

Jede Anlaufstelle mit verfügbarem Defibrillator erhält einen Aufkleber zur Sichtbarmachung und wird online registriert.

Prävention beginnt im Kindesalter. Deshalb werden wir altersgerechte Erste-Hilfe-Kurse bereits ab dem Kindergarten fördern.

Die richtige Beleuchtung, besonders an ZOH und Bushaltestellen, kann die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl vor Ort verbessern. Dunkle Durchgänge und Ecken müssen schwerpunktmäßig in der Innenstadt ausgeleuchtet werden.

Städtische Angebote zur Hilfe im Notfall müssen besser kommuniziert werden. Eine rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit und Handlungsfähigkeit ist notwendig.

Familien sollen sich in Bayreuth auch weiterhin wohlfühlen! Unser breites Angebot an städtischen Spielplätzen muss regelmäßiger gewartet und gereinigt werden. Besonders in Hinblick auf die immer heißer werdenden Sommerperioden ist die Instandhaltung und Erweiterung von beschatteten Spielangeboten und Wasserspielplätzen zwingend notwendig.

Die finanzielle Belastung hat sich während der letzten Jahre stetig erhöht. Besonders Familien sind davon betroffen. Sowohl die landesweite Erhöhung der Kita-Gebühren als auch die Streichung des angekündigten Elternstartgeldes sind dafür mitverantwortlich. Damit Eltern geschlechtsunabhängig weiterhin arbeiten können, ohne dass die Betreuungskosten den Verdienst übersteigen, müssen wir handeln! Wir wollen kostenloses Mittagessen an Kitas und Schulen im gesamten Stadtgebiet. Jedes Kind hat das Recht auf eine warme Mahlzeit.

Vereinzelt ist es an Schulen bereits Standard, dass Eltern verpflichtende Mithilfe leisten. Dieses Konzept wollen wir im gesamten Stadtgebiet umsetzen. Pro Elternteil und Schuljahr werden 20 Arbeitsstunden zugunsten der Schulen/Kinder geleistet. Diese können beispielsweise durch Aufräum- und Reinigungsarbeiten, gemeinsame Renovierungsprojekte oder Hilfe bei Festen, gemeinsamem Frühstück etc. erfolgen. Unsichtbare Care-Arbeit z. B. als Klassenelternsprecher kann hier angerechnet werden. Elternteile, die keinen Beitrag durch Arbeitsstunden leisten können oder möchten, können diesen durch Zahlung des gültigen Mindestlohns für die entsprechende Stundenzahl ersetzen. Durch dieses System werden städtische Stellen entlastet, die Zusammengehörigkeit in schulischen Systemen gestärkt und Gelder für wichtige Anschaffungen gesammelt.

Der städtische ÖPNV ist zuverlässig und übersichtlich. Trotzdem kann nicht erwartet werden, dass Kinder im Kindergartenalter ihn ohne Begleitung Erwachsener nutzen. Für sie muss – gerade um von einer Betreuungsstelle zur anderen zu kommen – ein flexibler Transfer mit Schulbussen eingerichtet werden.

Vereine egal welcher Art sind das Herzstück unserer Gesellschaft. Städtische Hürden müssen abgebaut werden, um die Vereinsarbeit umsetzbar und finanzierbar zu erhalten. Unsere Aufgabe ist es, sie nach Kräften zu unterstützen und die Vernetzung in Vereinen in jeder Altersgruppe zu stärken.

Fördergelder für verschiedenste Projekte gibt es sowohl europa-, als auch landes- und bundesweit. Diese zu beantragen ist oft ein bürokratischer Kraftakt, der nicht auf ehrenamtlichen Schultern getragen werden kann. Bayreuth braucht eine zentrale städtische Stelle, die Vereine bei Anträgen unterstützt und gezielt Fördergelder für die Stadt beantragt.

Wichtig ist uns, dass bei der Entscheidungsfindung keine Parteipolitik im Vordergrund steht, sondern die Interessen der „kleinen“ Sportvereine, die häufig für den sportlichen Nachwuchs sorgen sollen. Hier setzen wir an und möchten eine vermittelnde Stelle sein, die finanziell potente Vereine mit hohen Einnahmen mit kleineren Vereinen, welche viel Nachwuchsarbeit leisten, zusammenbringt, und ein vernetztes Gesamtbild für Sponsoren schafft. So profitieren alle Vereine gemeinschaftlich voneinander.

Städtische Hallen und Plätze werden trotz digitaler Möglichkeiten immer wieder undurchsichtig und mit Leerstand vergeben. Unser Ziel ist ein Erhalt und Ausbau der vorhandenen Einrichtungen, um den Bedürfnissen der Vereine gerecht zu werden. Außerdem muss die Nutzungszeit bei Ausfall eines Vereins fließend an einen anderen abgetreten werden können, um Leerstände zu vermeiden.

Seit Jahren meldet die DLRG eine steigende Anzahl an Badeunfällen mit Ertrinkungsopfern. Dem kann nur durch konsequente Ausbildung ab dem Kindergartenalter entgegengesteuert werden. Finanzielle Förderungen für Schwimmkurse werden wir prüfen und nach Möglichkeit erweitern. Jedes Kind (und jeder Erwachsene) muss in angemessener Zeit einen Platz in einem Schwimmkurs bekommen können.

Besonders für Schulkinder streben wir einen Ausbau des Sommerferienprogramms in Bezug auf das Lernangebot in Schwimmbädern an.

Städtische Badeanstalten sollen erhalten und ausgebaut werden. Ohne gesicherte Schwimm- und Bademöglichkeiten steigt das Risiko für Badeunfälle. Besonders im Sommer reizen ungesicherte Badestellen, wenn öffentliche Bäder geschlossen sind.

Wir planen den Aufbau eines städtischen Schwimmzentrums, in dem Menschen aller Altersklassen im geschützten Raum schwimmen lernen und üben können. Widmet man beispielsweise eine vorhandene Badestätte diesem Zweck um, so könnten dort Kitas und Schulen Seepferdchenkurse nutzen. Das Programm kann von ausgebildeten Schwimmlehrern geführt werden und soll allen Kindern kostenfrei zur Verfügung stehen. Zusätzlich können beispielsweise nachmittags Unterrichtseinheiten für Jugendliche und Erwachsene angeboten werden. Auch Erste-Hilfe-Kurse und Rettungsschwimmkurse fänden hier einen verfügbaren Übungsraum.

Abends und wochenends stünde die Badestätte weiterhin wie bisher für Besucher zur Verfügung. Zusätzliche Einnahmen lassen sich unter anderem durch wiederaufgenommene Gastronomie und einen festen Abschlag der Eintrittsgelder in städtischen Bädern generieren.

In der Rolle als weltbekannte Kulturstadt kann Bayreuth – gerade in der Festspielzeit – mit großen Veranstaltungen glänzen. Nebensaison und Kleinkünstler müssen ein besonderes Augenmerk werden. Wir möchten regionale Künstler unterstützen, beispielsweise durch kostengünstige oder -freie Auftritte in städtischen Einrichtungen.

Vermehrt genehmigte Freiluftauftritte in der Innenstadt können gleichzeitig helfen, diese weiter zu beleben. Auch bekannte Kulturstätten wie das Festspielhaus, das Opernhaus oder das bald eröffnete Friedrichsforum sollen bei freien Kapazitäten Kleinkünstlern zu bezahlbaren Tarifen offenstehen.

Städtische Werbeflächen standen lange Zeit regionalen Kleinkünstlern kostenfrei zur Verfügung, sofern sie nicht aktuell vermietet waren. Dieses Konzept soll mit einem festen prozentualen Anteil wieder eingerichtet werden. Vielfalt schafft in Kunst und Kultur nur, wer jedem eine Bühne bietet.

In Hinblick auf Projekte, welche Umwidmungen von vorhandenen Immobilien betreffen, werden wir gezielt Förderungen nutzen und zusätzliche öffentlich nutzbare Übungsräume, Konzertflächen, Ateliers oder auch Ausstellungsräume schaffen.

Bayreuth soll eine Stadt bleiben, in der Menschen sich ihr Leben lang wohl fühlen. Senioren sind hier eine wachsende Gruppe, die ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe hat. Vereinsamung wirken wir entgegen, indem wir Vereine über alle Altersgruppen hinweg stärken. Auch braucht Bayreuth mehr Zugänglichkeit für Senioren während großer Veranstaltungen. Wir fordern, ältere Menschen gezielt in Planung und Umsetzung mit einzubeziehen. Beispielsweise ließe sich eine ruhigere, barrierefrei zugängliche Zone während des Bürgerfests am La-Spezia-Platz einrichten.

Manche Städte bieten bereits zentral organisierte Wohngemeinschaften für Senioren und Studenten an. Hierbei prüft eine städtische Instanz die Bewerber, die sich dann kennenlernen und für die WG entscheiden können. Studenten „zahlen“ den gebotenen Wohnraum in Form von vorher festgelegten Arbeitsstunden beispielsweise durch Einkaufen, Reparaturarbeiten oder auch gemeinsame Zeit ab. Senioren können überschüssigen Wohnraum teilen, sind weniger einsam, und die wachsende Zahl an Studenten profitiert von günstigem Wohnraum, der sonst nicht zur Verfügung stünde.

Wer im Alter weniger mobil ist, zieht sich häufiger aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Außerdem sind die Renten für viele Rentner zu gering, um zusätzliche Ausgaben zu stemmen. Deshalb fordern wir ein stark verbilligtes Seniorenticket für Rentner in Stadt und Landkreis.

Zusätzlich werden wir die aktuelle Regelung, nach der Senioren mit freiwilliger Abgabe des Führerscheins ein Jahr lang den ÖPNV kostenfrei nutzen können, auf eine lebenslange kostenlose Nutzung im Stadtgebiet erweitern.

Zugängliche Digitalisierung kann auch für Senioren viele Vorteile bieten. Wir wollen Digitalisierungskurse für ältere Menschen einrichten.

Die Stadt hat immer wieder mit Leerständen, gerade im Bereich der Gastronomie, zu tun. Unsere Initiative ist es, solche Lokale gezielt zu geförderten Begegnungsräumen für Senioren zu machen. Auch Interessengruppen können sich hier regelmäßig treffen, beispielsweise zum Handarbeitscafé. In Zusammenarbeit mit unseren engagierten Gastronomen sehen wir hier deutliches Potenzial.

Jugendliche erleben Städte ganz anders als Kinder oder Erwachsene und werden damit allzu häufig übersehen. Wir fördern die Mitarbeit von Jugendlichen in unserem Verein und streben ein politisches Umfeld an, in dem sie eine eigene Stimme bekommen. Veranstaltungen müssen aktiv mit den Jugendlichen geplant werden, spezifische Probleme nach Altersgruppe erkannt und behoben werden.

Der Sommer(s)pass des Stadtjugendrings, des Kreisjugendrings und der Region Bayreuth ist ein wundervolles Beispiel für Förderung von Familien und regionaler Wirtschaft. Wir streben eine Erweiterung dieses Angebots mit einem „Jugend Sommer(s)pass“ an. Hier können Kooperationspartner für die Altersgruppe zwischen 16 und 25 Jahren gewonnen werden, die ein altersangemessenes Angebot schaffen und Freizeitaktivitäten vor Ort attraktiver machen.

Das vorhandene kommunale Jugendzentrum ist in vielen Punkten aus der Zeit gefallen. Besonders durch Digitalisierung und soziale Medien sind jugendliche Interessen häufig schon in jüngeren Altersklassen zu finden.

Diese altersgerecht aufzugreifen und anzubieten ist notwendig, um das Jugendzentrum wieder mit Sinn und Leben zu füllen. Für (angemessene) Veranstaltungen aus privaten Initiativen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollte das KOMM so kostengünstig wie möglich angeboten werden.

Jugendliche Künstler und Musiker haben häufig vielschichtige und potente Ideen, haben jedoch Schwierigkeiten dabei, Räume zum Üben und für Auftritte zu finden. Sie brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit und Förderung. Wo möglich, werden wir städtische Räumlichkeiten jugendlichen Künstlern und Musikern kostenfrei oder -günstig anbieten.

Ein Fest, welches gezielt für Jugendliche organisiert wird, fehlt in der Stadt bisher leider. Wir werden – gemeinsam mit Jugendlichen – eine regelmäßige und eigene Veranstaltung für diese Altersgruppe gestalten. Sie kann separat oder als Zusatz beispielsweise zum Bürgerfest stattfinden, und soll einen sicheren und modernen Rahmen bieten.

Einfache Maßnahmen, um die Sicherheit Heranwachsender zu stärken, werden wir zeitnah umsetzen. Beispielsweise wurde die Herausgabe kostenfreier Teststreifen für Getränke gewünscht, welche K.-o.-Tropfen und verschiedene Drogen anzeigen, was wir klar befürworten.

Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines Safe Space am ZOH, sei es durch spezielle Beleuchtung, Ansprechpartner vor Ort, oder durch eine gekennzeichnete kameraüberwachte Fläche, in die sich Menschen begeben können, die sich unwohl oder bedroht fühlen.

Die Bayreuther Innenstadt kämpft seit Jahren zunehmend ums Überleben. Aufgabe der Stadt ist es, regionale Geschäfte und Einzelhändler zu stärken, ihre Ideen und Bedürfnisse aktiv einzubeziehen und Hürden abzubauen. Insbesondere während Veranstaltungen bedarf es flexibler Öffnungszeiten und der Möglichkeit, Sondernutzungsflächen vor dem eigenen Ladengeschäft ohne zusätzliche Kosten zu nutzen.

Der Bereich der Richard-Wagner-Straße muss besonders gestärkt werden. Er soll auch bei Veranstaltungen mitgedacht und mitbelebt werden. So könnte die Straße beispielsweise von einer Erweiterung des Weihnachtsmarkts, des Bürgerfestes und vieler weiterer Veranstaltungen profitieren.

Wirtschaft lebt – gerade im Einzelhandel – von Auswahl und Vielfalt. Das gilt auch für Shoppingbereiche wie die Fußgängerzone. Um Lücken zu vermeiden und zu hohe Mieten zu verhindern führen wir eine Leerstandsgebühr ein, welche Besitzer von ungenutzten Geschäftsräumen in der Innenstadt ab einer vorgeschriebenen Frist an die Stadt entrichten müssen.

Es wird jedem genug Zeit eingeräumt werden, einen adäquaten Mieter für sein Objekt zu finden. Die Einstellung „Lieber leer als günstiger vergeben“ können wir uns angesichts der aktuellen Situation in der Innenstadt nicht erlauben!

Städtische Veranstaltungsflächen wie der Volksfestplatz müssen vielfältiger und bezahlbar vergeben werden. Jeder Leerstand hier ist eine ungenutzte Einnahmequelle für die Stadt, die Gelder an anderer Stelle gut gebrauchen kann. Gleichzeitig können so auch überregionale Gäste angestoßen werden, unsere Stadt zu besuchen und an Veranstaltungen teilzunehmen.

Hürden für Betreiber von Geschäften in der Innenstadt müssen konsequent abgebaut werden. Es kann nicht sein, dass sie für die Zufahrt von Handwerkern Sondergebühren zahlen müssen, wenn doch ohne diese der laufende Betrieb nicht möglich wäre.

Wir werden eine Zufahrtskarte für Handwerker für die Fußgängerzone einrichten und so lokale Geschäfte entlasten.

Österreichische Städte wie Serfaus setzen ein autofreies Konzept konsequent um. Um den Ort vom touristischen Verkehr zu entlasten, besitzen lediglich Einwohner und Lieferanten eine Zufahrtsberechtigung.

Besucher parken auf einem entsprechend großen Parkplatz am Stadtrand und können mit dem Tagesparkticket kostenfreie Shuttles in die Innenstadt nutzen. Wir möchten diese Methode als Angebot – nicht als Verbot - für Bayreuth übernehmen und so ungenutzte gepflasterte Plätze umfunktionieren. Die Innenstädte werden entlastet, der Verkehr wird für alle Teilnehmer sicherer und entspannter.

Bürokratie stellt häufig eine zeitraubende Hürde in Bayreuth dar. Im Zuge der Digitalisierung fordern wir eine Prüfung der Notwendigkeit persönlicher Vorsprachen und vollumfängliche Nutzung der Online-Ausweisfunktion (eID).

Auch ähnliche Systeme wie Nect Wallet (eIDAS-konform mit BSI Standard) werden wir intern prüfen, um umfassende Online-Antragstellungen zu ermöglichen. Bearbeitungszeiten werden so gekürzt, Dienstwege minimiert und Personal entlastet. Persönlicher Kontakt bleibt dennoch ein fester Bestandteil städtischer Behörden, den manche Bürger gerne wahrnehmen. Hier die richtige Ausgewogenheit zu erreichen ist unser Ziel. So könnte beispielsweise bei der digitalen Antragstellung in dafür vorgesehenen Stellen unterstützt werden.

Besonders aufgefallen ist uns die Problematik der unflexiblen Bürokratie während der Zulassung unseres Vereins zur Kommunalwahl. Unterstützer müssen in Zukunft die Möglichkeit der digitalen Unterschrift wahrnehmen können.

Deutschland ist bekannt für die hohe Belastung durch bürokratische Prozesse. Für viele Bürger ist allein die Formulierung der Anträge eine immense Hürde. Der Umgang mit ihnen muss, genauso wie Amtsblätter und verschiedenste Formulare, durch leichtere Sprache und übersichtlichere Strukturen erleichtert werden.

Immer wieder erfahren wir von Strafzetteln, welche im Bayreuther Verkehr in unangebrachten Situationen erteilt werden. Im Zuge von Trauerfeiern werden ausgewiesene Sonderparkmöglichkeiten für Friedhöfe mit wenigen Parkplätzen benötigt (Beispiel Stadtfriedhof). Diese könnten beispielsweise über die Bestattungsunternehmen bei der Stadt beantragt werden.

Auch an den Krankenhäusern im Stadtgebiet kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten, weil Patienten bisweilen nicht einschätzen können, wie lange sie auf Ihre Behandlung warten müssen, das Parkticket aber nur für begrenzte Zeit gelöst werden kann. Hier streben wir eine Schrankenlösung ähnlich den Parkhäusern an. Parkende können so vor dem Verlassen des Parkplatzes die tatsächlich genutzte Zeit bezahlen und müssen keine Zusatzkosten fürchten.

Alle Menschen, die in Bayreuth leben, sollen die Möglichkeit zur Teilhabe bekommen. Sichtbare wie unsichtbare Behinderungen brauchen deutlich mehr politische Unterstützung. Wir werden gezielte Sensibilisierung betreiben. Dafür arbeiten wir schon am Aufbau eines Inklusionszentrums, in dem sowohl der zugängliche Austausch als auch Schulungen stattfinden können. Hierfür ist es wichtig, eng mit Betroffenen zusammen zu arbeiten und Vereine untereinander zu vernetzen. Berührungsängste werden wir abbauen, gegenseitiges Verständnis fördern.

Deutsche Gebärdensprache (DGS) muss einen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft finden. Kurse und Weiterbildungen werden wir fördern und als festen Bestandteil in Kitas, Schulen und die Erwachsenenbildung integrieren. Je mehr Menschen mit den Grundlagen der Gebärdensprache vertraut sind, desto besser können Gehörlose im sozialen wie auch im beruflichen Miteinander teilhaben. So können Gehörlose und Hörende leichter in Kontakt treten, Arbeitslosigkeit wird entgegengesteuert und dem Arbeitsmarkt steht eine breitere Menge qualifizierter Arbeitnehmer zur Verfügung.

Aktuell arbeiten wir an einem Projekt, um gemeinsam mit Gehörlosen eine erleichterte Kommunikation in Alltagssituationen zu ermöglichen. So sollen alltägliche Gebärden präsent und schnell abrufbar sein, um die Integration in den Alltag zu fördern.

„Deaf Space“ ist ein Raumgestaltungskonzept das sich zum Ziel setzt, Sichtkontakt zu erleichtern und so die Kommunikation zu verbessern. Das Konzept kann vielerorts mit verhältnismäßig wenig Neuanschaffungen umgesetzt werden.

Wir brauchen eine daran orientierte Überprüfung und Veränderung der städtischen Behörden, um beispielsweise Lippenlesen ununterbrochen zu ermöglichen. Arbeitgeber und andere Institutionen, die sich ebenfalls gehörlosenfreundlich umgestalten, sollen über uns eine Kontaktstelle zur Hilfe für Ideen und Umsetzung erhalten.

Gehbehinderte Menschen haben besonders in der kalten Jahreszeit häufig übersehene Hürden zu meistern. Hier muss es vermehrte und bezahlbare Angebote für Räumdienste geben. Busfahrer im ÖPNV müssen im Allgemeinen, insbesondere aber bei nassen Verhältnissen, zur rücksichtsvollen Fahrweise sensibilisiert werden.

Bayreuth kann auch für Touristen inklusiver gestaltet werden, wenn die Stadt einen barrierefreien Stadtplan anbietet, in dem Hindernisse erfasst und markiert, rollstuhlgerechte Orte hervorgehoben und barrierefreie Geschäfte genannt werden. So wird der Weg durch die Stadt sicherer, vermeidbare Hindernisse fallen leichter auf und regionale Läden haben eine Möglichkeit, sich durch Barrierefreiheit zusätzlich abzuheben.

In Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder auch Rheinland-Pfalz gibt es zusätzlich zum blauen Parkausweis ab 80% Behinderungsgrad bei Gehbehinderung den gelben Parkausweis. Dieser ist auch mit geringerem Grad der Behinderung beantragbar, sofern ein Bewegungsradius von maximal 100 Metern vorliegt. Wir möchten den gelben Parkausweis auch in Bayreuth einführen.

Taktile Bodenleitstreifen sind eine Notwendigkeit für blinde und sehbehinderte Menschen, um sich selbstständig und sicher in der Innenstadt zu bewegen, sie ständig freizuhalten und dementsprechend Verstöße konsequent zu ahnden ist Aufgabe der Stadt. Außerdem werden wir einen Ausbau des Leitstreifennetzwerks und Audio-Signal unterstützter Ampeln vorantreiben.

Bushaltestellen sind wertvolle Knotenpunkte im städtischen Alltag. Wer nicht oder nur schlecht sehen kann hat hier leider keine Möglichkeit, sich zu orientieren. Ein akustisches Informationssystem, welches die ankommenden Linien und nächsten Abfahrtszeiten nennt, ist hier ein einfacher Weg zu mehr Teilhabe.

Außerdem wollen wir die Bayreuther Geschäfte bei der Umsetzung von Inklusionsarbeit unterstützen. Sei es bei der Anschaffung von mobilen Rampen, bei Fortbildungen oder anderen Ansätzen. Ein ausdrückliches Augenmerk richten wir auf die Anbringung von Geländern, welche möglichst flächendeckend vorangetrieben wird.

Inklusionsmaßnahmen sind in vielen Fällen auch nach längerer Krankheit notwendig. Ganz gleich ob körperliche oder psychische Erkrankungen: der Weg zurück ins Arbeitsleben gestaltet sich nach der Genesung oft schwierig. Wir planen eine enge Zusammenarbeit von Stadt, Jobcenter und Arbeitssuchenden, um genau dort unterstützend einzugreifen.

Eine erfolgreiche Arbeitssuche kann nach einer erfolgreich therapierten Erkrankung die Genesung fördern und zu schnellerer und sicherer Selbstständigkeit führen.

Besonders mit Hinblick auf psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen ist es unser Ziel, durch breite Aufklärung Vorurteile abzubauen und den Wiedereinstieg sowohl im sozialen Bereich als auch im Arbeitsumfeld zu erleichtern. Hierzu zählen Veranstaltungen im Rahmen der Inklusionsarbeit, aber auch gezielte Aufklärung an Schulen und in Jugendgruppen.

Eine Stadt wie Bayreuth kann nur schön und lebenswert sein, wenn sie auch für die heimischen Tiere lebenswert ist. Tierleid, gerade im öffentlichen Raum, muss verhindert werden. Unsere Aufgabe ist es, denen, die keine Stimme haben, eine zu geben.

Zuletzt kam es zu medialer Aufmerksamkeit unter anderem durch Vorfälle mit Fischen im Hofgarten und Tauben in der Stadt, welche unter den kalten Temperaturen litten und teils zu Tode kamen. Ein vorausschauendes und aufmerksames Management des Tierschutzes von Seiten der Stadt, situationsbedingte schnelle Bearbeitungszeiten durch das Veterinäramt und Unterstützung von privaten Initiativen werden wir hier gezielt fördern.

Hilfsbedürftige und verletzte Wildtiere – beispielsweise nach Wildunfällen – werden größtenteils von privaten Ehrenamtlern versorgt. Besonders nachts und an Feiertagen kann auf diese Art kein tragfähiges Versorgungsnetzwerk sichergestellt werden. Eine städtische Anlaufstelle, die vorhandene Ersthelfer und Pflegestellen zentral koordiniert und Lücken schließt ist hier notwendig.

Auch der Transport verletzter Tiere, welcher jeweils nach tierschutzrechtlichen Vorgaben geschehen muss, wird meist von ehrenamtlichen Helfern auf eigene Kosten oder durch Spenden finanziert. In Bayreuth ist die überlebensfähige Versorgung mancher Tiere leider nicht immer gewährleistet. Eine Notfallversorgung muss innerhalb der Stadt erfolgen können.

Auch eine Abgabestelle, während der Schließzeiten des Tierheims wird von uns organisiert und unterstützt werden. Die tierschutzgerechte Versorgung von Fundtieren ist Pflichtaufgabe der Kommunen.

Wir kämpfen für Förderung und Unterstützung aller im Tierschutz engagierten Vereine – es kann nicht sein, dass die notwendige Hilfe für Tiere durch ehrenamtlich organisierte Tierfreunde geleistet wird und dafür keine Unterstützung seitens der Stadt erfolgt. Im Gegenteil wird Hilfe noch durch enge Vorgaben blockiert. Das werden wir konsequent prüfen und Zusammenarbeit fördern.

Durch die heißer werdenden Sommer kommt es immer wieder zum Notstand in Fischgewässern. Bayreuth braucht eine zentral geregelte Ausweichmöglichkeit mit Notbecken, in die Tiere jederzeit umgesetzt werden können. Vorhandene tiefe Gewässer sollten hierfür genutzt werden.

Natürlich reicht es nicht, Probleme aufzuzählen – PRO Bayreuth wird lösungsorientiert arbeiten! Beispielsweise werden wir das Problem der Taubenplage in der Innenstadt tierschutzgerecht und kontrolliert angehen. Unser Ziel ist es, das Augsburger Modell der betreuten Taubenschläge mit dem Einsatz der Futterpille für Tauben kombinieren. In Augsburg sorgen die städtischen Taubentürme inzwischen dauerhaft dafür, dass die Tiere zuverlässig gefüttert werden, Kot ortsgebunden gesammelt wird und Gelege systematisch durch künstliche Eier ersetzt werden. Durch die Futterpille wird die Taubenpopulation bereits seit Jahrzehnten in Städten wie Linz artgerecht reduziert. Setzen wir eine Kombination dieser Modelle in Bayreuth ein, können wir das auch hier erreichen.

Haustiere, insbesondere Katzen und Hunde, entlaufen immer wieder und können dann bestenfalls nach zeitraubender Recherche zugeordnet werden. Wir werden eine Kennzeichnungspflicht solcher Tiere in Bayreuth umsetzen.

Der Klimawandel stellt unsere Stadt vor große Herausforderungen – insbesondere durch zunehmende Hitzeperioden und den Verlust natürlicher Lebensräume. Wir setzen uns deshalb für eine Stadtentwicklung ein, die Klima- und Umweltschutz konsequent mitdenkt und die Lebensqualität für alle verbessert.

Begrünte Fassaden und Dächer leisten einen wichtigen Beitrag zur Kühlung der Stadt, zur Verbesserung der Luftqualität und zur Förderung der Artenvielfalt. Wir wollen die Fassaden- und Dachbegrünung gezielt fördern und Eigentümerinnen und Eigentümer dabei unterstützen, Gebäude klimaresilient zu gestalten. Ziel ist es, die Aufheizung von Gebäuden deutlich zu reduzieren. Mithilfe von Gebäudebegrünung ist es möglich, die Innentemperatur um bis zu 17 Grad zu senken. Ergänzend soll beim Stadtgartenamt eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle eingerichtet werden, die zu Begrünungsmaßnahmen, Fördermöglichkeiten und Umsetzung – gerade betreffend denkmalgeschützter Gebäude - berät.

Wo immer notwendige Baumaßnahmen stattfinden, setzen wir uns für eine konsequente Entsiegelung von Flächen ein. Versiegelte Böden sollen reduziert und durch wasserdurchlässige, begrünte Flächen ersetzt werden, um Regenwasser besser aufzunehmen, das Stadtklima zu verbessern und Überhitzung entgegenzuwirken.

Darüber hinaus fördern wir natürliche Beschattung entlang von Wegen, Straßen und Plätzen – etwa durch Bäume, Hecken und andere Begrünung. Sie schützen vor Hitze, erhöhen den Komfort und tragen wesentlich zu einer lebenswerten Stadt bei.

Ein besonderes Augenmerk legen wir hierbei den Betonbett des Mains entlang des Hohenzollernrings. Sowohl optisch als auch umweltpolitisch ist hier eine gezielte Renaturierung notwendig.

Es gibt bereits vereinzelte Projekte zur Pflege von Gemeinschaftsackern im Stadtgebiet. Diese haben vielseitigen Mehrwert für die Mitwirkenden, und sollten noch breiter zur Verfügung gestellt werden. Unser Ziel ist es, in städtischer Organisation geeignete Freiflächen zu vergeben und Gemeinschaftsacker zu fördern. Sowohl Anwohner als auch Kindergärten und -tagesstätten, therapeutische Einrichtungen oder viele mehr könnten hier aktiv mitwirken.

Alle anstehenden Um- und Neubaumaßnahmen wollen wir konsequent auf ihre Umwelt- und Hitzeverträglichkeit prüfen. Klimaschutz, Anpassung an Hitzeextreme und nachhaltige Materialien müssen dabei von Anfang an zentrale Kriterien der Planung sein.

So gestalten wir unsere Stadt grüner, widerstandsfähiger und lebenswerter – für heutige und kommende Generationen.

Unsere Kandidaten

Liste 10 - Platz 1

Karl-Heinz "Charly" Breitzmann mehr erfahren

Liste 10 - Platz 4

Patricia Fuß-Beschta mehr erfahren

Liste 10 - Platz 5

Gerhard Schoberth mehr erfahren

Liste 10 - Platz 6

Nicole "Nicky" Schmidt mehr erfahren

Liste 10 - Platz 10

Ulli Christian Schneider mehr erfahren

Liste 10 - Platz 11

Jürgen "Blacky" Schwarz mehr erfahren

Liste 10 - Platz 12

Hans-Christian "Chris" Heumann mehr erfahren

Ohne Fraktionsdruck

Weil unsere Stadt keine komplizierten Debatten braucht, sondern eine Politik, die praktisch denkt, realistisch handelt und offen kommuniziert. Gemeinsam machen wir Bayreuth zukunftsfest.